UNBENANNT

UNBENANNT

UNBENANNT_0 entstand zum Thema NEU-GIER (Dialog der Generationen) als flüchtige Bodenarbeit, die danach fragt, wie wichtig Traditionen und ihre Muster für unser Verständnis von Heimat sind in einer Zeit, die uns mit virtuellen Bilderlebnissen überflutet. Pixel bestimmen zunehmend unser Seherleben. Diese Gewohnheit transferiere ich in den Raum und lege einen Teppich aus, dessen Geschichte mir nur als Abbild gegenwärtig ist. Wikipedia erzählt ...



UNBENANNT_0

 

Bodeninstallation, 2015

eingefärbtes, zerschnittenes Werbepapier

5 x 200 x 300 cm


Ausstellungsansicht NEUGIER Marstall Schwerin, 2015

Mit Installationen wie UNBENANNT_0 geht die Künstlerin eigenständig methodisch auf von ihr erkannte Probleme ein - beispielsweise der Tatsache, dass arbeitslose Ostsee-Fischer 1928 begannen, Teppiche zu knüpfen. Ergebnisse sind jeweils präzise, an die konkreten Situationen angelehnte Mitteilungen. Kunst, wie sie Ramona Seyfarth in direkter Anlehnung an tatsächlich Geschehenes entstehen lässt, wird zur unmittelbaren Übersetzung für komplizierte, nur sehr schwer zu beschreibende Lebenslagen und Empfindungen. Ergebnis ist eine vor allem offene Bildwelt, eine sogar farbenprächtige und schöne Darstellung oder Erzählung von eigentlich betrüblichen Bedingungen, so als würde mit der Arbeit der Künstlerin ein positiver Gegenwurf in die Realität entsandt, als entstünde mit ihrer Kunst ein Gegenbild - ein erster Vorschein einer besseren Zeit.

[Textauszug von Peter Funken für den Ausstellungskatalog HIER & JETZT des Künstlerhauses Schloss Plüschow 2016]



UNBENANNT_PERSER

 

Bodeninstallation, 2016

eingefärbtes, zerschnittenes Werbepapier

5 x 400 x 500 cm


Ausstellungsansicht ERROR X Ostrale Dresden, 2016

"Wir brauchen Fehler" Pressearikel- Auszug von Siri Klose


... es ist belebend, anregend, aufwühlend, verblüffend durch die Schlachthofhallen zu schreiten. Die Ostrale ist zuallererst eine gehaltvolle Wundertüte. Teppiche zum Nachdenken ... So wie die Fehler mehr oder weniger gerecht über die Welt verteilt sind, werden sie den Ausstellungsbesuchern vor Augen geführt ... und dazu passt dann der Schredderteppich von Ramona Seyfarth, der seine Schnipsel im ganzen Obergeschoss verteilt: Traditionelle Teppichmuster als Allegorie für Denkmuster, und die Partikel reichen in die entlegenste Ecke. Oder nicht? ... [Augusto, das Ausgehmagazin]





Ausstellungsansicht nach 55 Ausstellungstagen, Futterställe Ostragehege 2016




Ausstellungsansicht nach der Eröffnung Marstall Schwerin 2015